macOS Monterey
macOS Monterey (Version 12) ist die 18. Hauptversion des macOS-Betriebssystems von Apple für Macintosh-Computer. Es wurde am 7. Juni 2021 auf der WWDC vorgestellt und am 25. Oktober 2021 offiziell veröffentlicht. Der Name leitet sich von der Küstenstadt Monterey in Kalifornien ab, in Fortführung der Tradition, macOS-Versionen nach kalifornischen Orten zu benennen.
Allgemeines
macOS Monterey basiert auf dem Fundament von macOS Big Sur und setzt dessen Design und Modernisierung fort, führt aber gleichzeitig neue Funktionen ein, die sowohl die Benutzerfreundlichkeit verbessern als auch die Integration zwischen Apple-Geräten weiter vertiefen. Monterey ist mit Intel-basierten Macs und den neuen Apple-Silicon-Modellen (M1, M1 Pro, M1 Max, M1 Ultra, M2) kompatibel.
Neue Funktionen und Verbesserungen gegenüber macOS Big Sur
1. Universal Control
Eine der auffälligsten Neuerungen. Mit Universal Control kann man eine Maus und Tastatur gleichzeitig über mehrere Apple-Geräte (z. B. MacBook und iPad) hinweg verwenden, ohne zusätzliche Konfiguration.
2. AirPlay to Mac
Erstmals lässt sich der Mac als AirPlay-Ziel verwenden. Inhalte von iPhones oder iPads können auf dem Mac-Bildschirm oder über die Lautsprecher ausgegeben werden – z. B. für Präsentationen oder Musik.
3. Kurzbefehle (Shortcuts)
Die aus iOS bekannten Kurzbefehle wurden auf den Mac gebracht und ermöglichen eine Automatisierung von Abläufen ohne Programmierkenntnisse. Diese Funktion soll langfristig Automator ersetzen.
4. Neues Safari-Design
Safari erhielt ein überarbeitetes Design mit kompakten Tabs, Tab-Gruppen und besserer Synchronisation über Geräte hinweg. Die Oberfläche wurde aufgeräumt, um mehr Platz für Inhalte zu schaffen.
5. Neuer Fokus-Modus (Focus)
Eine Weiterentwicklung von „Nicht stören“: Der Nutzer kann bestimmte Benachrichtigungen je nach Aktivität (z. B. Arbeit, Freizeit, Schlaf) filtern und steuern – geräteübergreifend synchronisiert.
6. FaceTime-Verbesserungen
FaceTime unterstützt jetzt räumliches Audio, Stimmisolation, Grid-View und einen Porträtmodus bei Kameranutzung. Außerdem wurde mit FaceTime-Links eine browserbasierte Teilnahme (auch für Windows und Android) möglich.
7. Live Text
Texte auf Fotos können direkt erkannt, kopiert und verwendet werden. Funktioniert systemweit – z. B. in Fotos, Safari oder Vorschau. Die Texterkennung erfolgt lokal per maschinellem Lernen.
8. Erweiterte Datenschutzfunktionen
In Mail blockiert Mail Privacy Protection das Tracking durch Pixel und zeigt nicht mehr an, wann eine E-Mail gelesen wurde. Der App-Datenschutzbericht zeigt an, welche Apps auf Mikrofon, Kamera oder Standort zugegriffen haben.
9. Neues „Hintergrundgeräusche“-Feature
In den Bedienungshilfen lassen sich Umgebungsgeräusche wie Regen oder Meeresrauschen dauerhaft abspielen – nützlich zur Konzentration oder Entspannung.
Verbesserte Leistung auf Apple-Silicon-Macs
Auf Macs mit M1-Chip und seinen Nachfolgern zeigt macOS Monterey besonders gute Performance. Viele Funktionen – z. B. Porträtmodus in FaceTime oder Live Text – sind exklusiv oder deutlich performanter auf Apple Silicon. Auch der Energieverbrauch wurde optimiert.
Kritik und Einschränkungen
- Einige neue Funktionen sind nur auf Apple-Silicon-Geräten verfügbar, was bei Besitzern älterer Intel-Macs für Kritik sorgte.
- Der neue Safari-Stil wurde anfänglich kritisiert, Apple reagierte mit Anpassungen.
- Universal Control war zum Start von Monterey nicht verfügbar und wurde erst mit einem späteren Update (macOS 12.3) vollständig eingeführt.
Kompatible Geräte
macOS Monterey wird von folgenden Geräten unterstützt:
- iMac (ab Ende 2015)
- MacBook Air (ab Anfang 2015)
- MacBook Pro (ab Anfang 2015)
- Mac Pro (ab 2013)
- Mac mini (ab Ende 2014)
- MacBook (ab Anfang 2016)
Hinweis: Einige neue Funktionen setzen neuere Hardware oder Apple Silicon voraus.
Fazit
macOS Monterey baut auf den visuellen und strukturellen Neuerungen von Big Sur auf und erweitert das System vor allem im Hinblick auf Produktivität, Integration mit iOS/iPadOS und Datenschutz. Für Nutzer mit Apple-Silicon-Hardware ist Monterey ein klarer Fortschritt – bei Intel-Macs bleiben manche Funktionen auf der Strecke.